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Sinnes-Wandel
Seit Großherzog Friedrich Franz I. 1793 in Heiligendamm höchstpersönlich in die Fluten der Ostsee gestiegen war und an Ort und Stelle das erste Seebad Kontinentaleuropas gründete, ist das Baden an der Küste nie aus der Mode gekommen. Seit eh und je zog es den urlaubsreifen Hochadel, reiche Kaufleute, aufgeklärte Schöngeister und aufstrebende Künstler ans Meer. Das prominente Landleben hinterließ in Mecklenburg-Vorpommern bemerkenswerte Spuren - fürstliche Sommersitze, riesige Parkanlagen und Kunstschätze von Weltrang. Sogar der Strandkorb wurde hier erfunden. Das erste Modell fertigte 1882 der Korbmacher Wilhelm Bartelmann für eine gewisse Elfriede von Maltzahn. Seitdem zählen die geflochtenen Windschützer neben den eleganten Seebrücken und Gründerzeitvillen zu den Markenzeichen der Ostseebäder. Nicht zu vergessen das gesunde Meeresklima und der große Erfahrungsschatz im Kurwesen und bei der Anwendung natürlicher Heilmittel. Immerhin wurden in Sassnitz schon 1910 Kreidebäder verordnet. |
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